Ein Jahr im Ausland als Au pair


Der Wunsch nach einem Jahr im Ausland als Au pair ist bei vielen jüngeren Menschen vorhanden und sollte von Eltern und Lehrern ernst genommen werden.

Am häufigsten absolviert die Altersgruppe von achtzehn bis Mitte zwanzig einen derartigen Auslandsaufenthalt. Die meisten Au-pair-Agenturen erwarten Volljährigkeit und das Vorhandensein eines Führerscheines bei den angehenden Au pairs. Da sowohl der Erwerb des Führerscheines als auch das Au-pair-Programm mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist, sollten Eltern rechtzeitig überlegen, ob sie sich nicht daran beteiligen können. Da ein Au-pair-Jahr im Ausland oftmals im direkten Anschluss nach dem Abitur absolviert wird, bleibt für die angehenden Au pairs oft wenig Zeit, um nebenbei Geld zu verdienen, mit dem die Kosten gestemmt werden können. Die Vorbereitung auf die Abiturprüfung ist zeitaufwendig. Ein Schülerjob, der einmal oder zweimal in der Woche ausgeübt wird, kann das Taschengeld merklich aufbessern, wird aber vermutlich nicht für die gesamten Kosten, die direkt oder indirekt für den Auslandsaufenthalt entstehen, ausreichen.

Wenn man die Zeit im Ausland als Vorbereitung auf einen möglichen, späteren Beruf, der Sprachkenntnisse, interkulturelle Kompetenz oder pädagogische Geschick erfordert, ansieht, dann erscheint auch die Kostenseite in einem sinnvolleren Licht. Schließlich ist die Zeit als Au pair kein Langzeiturlaub, sondern ist natürlich mit Arbeit und Pflichten verbunden. Jugendliche können durch einen Auslandsaufenthalt als Au pair vor allem belegen, dass sie Eigeninitiative besitzen und auch in ungewohnter Umgebung und in für sie neuen Situationen gut zurechtkommen. Durch den engen Kontakt mit Muttersprachlern in der Gastfamilie, werden die Sprachkenntnisse kontinuierlich verbessert. Je nach sprachlichen Vorkenntnissen, kann das erworbene Sprachniveau nach einem Jahr dem sprachlichen Niveau eines Muttersprachlers ähneln, denn in einer Gastfamilie lernen Au pairs lebensnah situations- und handlungsbezogenen Umgang mit der Fremdsprache, was in der Regel sehr viel einprägsamer ist als Frontalunterricht und das bloße Auswendiglernen von Vokabeln, ohne dass dieses theoretische Wissen in der Praxis erprobt werden kann.

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