Mispel – altes Kernobst neu entdeckt


Als altes Kernobst ist die Mispel heutzutage vielen Gartenbesitzern nicht mehr bekannt, während Mispeln zur Zeit des Mittelalters ein alltägliches Obst waren und zur täglichen Kost dazugehörten.

Weil manche Hobbygärtner nicht nur bekanntes Kernobst wie Äpfel, Birnen oder Pfirsiche anbauen wollen, sehen sie sich nach alten Obstsorten um, die ihren Garten bereichern. Dabei hat es die zu den Rosengewächsen gehörende Mispel geschafft, in einige Gärten heimisch zu werden. Der Mispelbaum kann bis zu fünf Meter hoch werden. Der verhältnismäßig kleine Baum besitzt einen schmalen Stamm und eine rundliche, ausladende Krone. Wegen seiner farbenfrohen Herbstfärbung mit gelborangen Blättern besitzt der Mispelbaum einen großen Zierwert und ist wegen der geringen Größe auch für kleinere Gärten gut geeignet. Der Baum bevorzugt einen kalkhaltigen Boden und ist ansonsten pflegeleicht und wenig anfällig für Pflanzenkrankheiten oder Befall von Schadinsekten.

Die Blüten des Mispelbaumes sind schneeweiß oder zartrosa. Anders als zum Beispiel ein Apfelbaum, kann sich der Mispelbaum selbst bestäuben, so dass kein weiterer Baum erforderlich ist, damit Früchte wachsen. Die Wildformen der Mispel können einen Durchmesser von bis zu drei Zentimetern erlangen, während neuere Züchtungen deutlich größere Früchte tragen. Mispelfrüchte benötigen Frosteinwirkung oder eine längere Lagerung, bevor sie gegessen werden können. Dadurch werden Fruchtsäure und Tannine verringert, so dass die Mispeln aromatisch schmecken und nicht mehr so hart sind. Wer mit der Mispelernte nicht bis nach dem ersten Frost warten möchte, kann die Mispeln auch schon früher pflücken und das geerntete Obst für einige Zeit in die Tiefkühltruhe packen.

Die kulinarischen Möglichkeiten, die sich bei der Verarbeitung von Mispeln eröffnen, sind sehr vielfältig. So können Mispeln zu Marmelade, zu Kompott oder auch als Likör verarbeitet werden. Mispeln können außerdem karamellisiert oder eingelegt werden. Ebenso ist eine Verwendung als Chutney oder Soße denkbar.

This entry was posted in Expertenremise, Haus und Garten and tagged . Bookmark the permalink.

Comments are closed.