Category Archives: Beruf und Bildung

Jobrotation – Abwechslung durch Arbeitsplatzwechsel


Mit Jobrotation kann erreicht werden, dass Beschäftigte mehr Abwechslung am Arbeitsplatz erfahren und sich durch wechselnde Tätigkeitsbereiche beruflich weiterentwickeln.

Durch Jobrotation wird es deshalb beispielsweise möglich, dass im Falle von krankheitsbedingten Ausfällen oder während der Elternzeit fachlich breit aufgestellte Mitarbeiter die Vertretung übernehmen. Auch bei kurzfristigen personellen Ausfällen, die in jedem Betrieb passieren können, kann zeitnah eine Ersatzkraft einspringen, weil das Wissen über eine Arbeitsaufgabe nicht bei einer einzigen Person gebündelt ist, sondern durch Jobrotation mehreren Personen zugänglich gemacht wird. Eine bessere Verteilung von Fachwissen und Fertigkeiten an den jeweiligen Arbeitsplätzen kann so erreicht werden.

Außerdem kann positiv angemerkt werden, dass durch den Arbeitsplatzwechsel die Kommunikationsfähigkeit und der Kontakt der Beschäftigten untereinander gefördert werden kann. Beschäftigte, die immer am selben Arbeitsplatz tätig sind, wissen nicht immer, wie in anderen Abteilungen gearbeitet wird. Durch Jobrotation besteht die Möglichkeit, neue Herangehensweisen an Aufgaben kennenzulernen und die eigene dadurch Arbeitsweise zu verfeinern.

Allerdings setzt Jobrotation auch eine gewisse Einarbeitungszeit voraus, wodurch weniger Zeit für die eigentlich zu erledigenden Fachaufgaben zur Verfügung steht. Dies muss bei der Personalplanung berücksichtigt werden, damit es nicht zu Stress kommt, der mit Jobrotation in Verbindung gebracht wird. In hoch spezialisierten Funktionen in der Forschung und Entwicklung oder bei Positionen, die eine bestimmt formale Qualifikation erfordern, ist Jobrotation nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen umzusetzen.

Jobrotation wird nicht nur bei ausgelernten Arbeitskräften eingesetzt, um Kompetenzen aufzubauen und einseitige Belastungen zu vermeiden. Auch in Positionen, in denen Kriminalität vorgebeugt werden soll, kommt Jobrotation vor. Dies ist zum Beispiel manchmal bei Einkäufern mit weitreichender Entscheidungsbefugnis der Fall, bei denen es nicht zu Bestechungen seitens der Zulieferer kommen soll. Auch bei angehenden Führungskräften wird Jobrotation manchmal genutzt, damit sie sich einen Überblick über die einzelnen Abteilungen eines Unternehmens verschaffen können.

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Ein Jahr im Ausland als Au pair


Der Wunsch nach einem Jahr im Ausland als Au pair ist bei vielen jüngeren Menschen vorhanden und sollte von Eltern und Lehrern ernst genommen werden.

Am häufigsten absolviert die Altersgruppe von achtzehn bis Mitte zwanzig einen derartigen Auslandsaufenthalt. Die meisten Au-pair-Agenturen erwarten Volljährigkeit und das Vorhandensein eines Führerscheines bei den angehenden Au pairs. Da sowohl der Erwerb des Führerscheines als auch das Au-pair-Programm mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist, sollten Eltern rechtzeitig überlegen, ob sie sich nicht daran beteiligen können. Da ein Au-pair-Jahr im Ausland oftmals im direkten Anschluss nach dem Abitur absolviert wird, bleibt für die angehenden Au pairs oft wenig Zeit, um nebenbei Geld zu verdienen, mit dem die Kosten gestemmt werden können. Die Vorbereitung auf die Abiturprüfung ist zeitaufwendig. Ein Schülerjob, der einmal oder zweimal in der Woche ausgeübt wird, kann das Taschengeld merklich aufbessern, wird aber vermutlich nicht für die gesamten Kosten, die direkt oder indirekt für den Auslandsaufenthalt entstehen, ausreichen.

Wenn man die Zeit im Ausland als Vorbereitung auf einen möglichen, späteren Beruf, der Sprachkenntnisse, interkulturelle Kompetenz oder pädagogische Geschick erfordert, ansieht, dann erscheint auch die Kostenseite in einem sinnvolleren Licht. Schließlich ist die Zeit als Au pair kein Langzeiturlaub, sondern ist natürlich mit Arbeit und Pflichten verbunden. Jugendliche können durch einen Auslandsaufenthalt als Au pair vor allem belegen, dass sie Eigeninitiative besitzen und auch in ungewohnter Umgebung und in für sie neuen Situationen gut zurechtkommen. Durch den engen Kontakt mit Muttersprachlern in der Gastfamilie, werden die Sprachkenntnisse kontinuierlich verbessert. Je nach sprachlichen Vorkenntnissen, kann das erworbene Sprachniveau nach einem Jahr dem sprachlichen Niveau eines Muttersprachlers ähneln, denn in einer Gastfamilie lernen Au pairs lebensnah situations- und handlungsbezogenen Umgang mit der Fremdsprache, was in der Regel sehr viel einprägsamer ist als Frontalunterricht und das bloße Auswendiglernen von Vokabeln, ohne dass dieses theoretische Wissen in der Praxis erprobt werden kann.

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Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Arbeitnehmerinnen


Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele Arbeitnehmerinnen ein wichtiges Thema. Damit Kinder und Arbeitsalltag unter einen Hut gebracht werden können, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um dies zu bewerkstelligen.

Zum einen entscheiden sich viele Mütter jüngerer Kinder für eine Berufstätigkeit in Teilzeit. Während die Kinder betreut werden, kann die Mutter einer Erwerbstätigkeit nachgehen, ohne dass die Kinder den ganzen Tag über von der Mutter getrennt sind. Von diesem Modell können Mutter und Kind gleichermaßen profitieren. Bei einer Teilzeitanstellung bleibt noch genug Zeit für die Familie und die Hausarbeit. Eine Gleitzeitregelung und Arbeitszeitkonten können für mehr Flexibilität sorgen. Beispielsweise können Guthabenstunden des Arbeitszeitkontos genutzt werden, wenn das Kind einmal nicht in den Kindergarten möchte oder wenn in der Schule Elterngespräche anstehen. Berufstätigkeit und Hausfrauendasein bringen verschiedene Beanspruchungen und Belastungen mit sich, so dass der kontinuierliche Wechsel dieser beiden Tätigkeiten von vielen Frauen als angenehm angesehen wird. Für die Kinderbetreuung kommen beispielsweise Krippen, Kindergärten, Kindertagesstätten oder Tagesmütter und Au-Pairs in Frage. Bei einer gelungenen Kinderbetreuung lernen die Kinder früh, sich in neue Umgebungen einzugewöhnen und sich mit erwachsenen Bezugspersonen und Altersgenossen zu verständigen. Der Übergang in die Grundschule wird erleichtert, weil die Gruppensituation und eine Routine mit täglichem frühen Aufstehen hinreichend bekannt sind. Außerdem werden in den meisten Kindergärten die Kinder in den letzten Monaten vor der Einschulung mit speziellen Übungen zur Förderung der Motorik auf den Übergang in die Schule vorbereitet.

Neben einer Berufstätigkeit in Teilzeit bieten einige Firmen auch eine Arbeitsform an, bei der Arbeitnehmerinnen ganz oder zumindest teilweise im Home-Office arbeiten können. Hierzu ist eine ausgeprägte Fähigkeit zur Selbstorganisation erforderlich, um sich nicht von den Kindern ablenken zu lassen und den Arbeitsalltag sinnvoll zu strukturieren. Positiv an dieser Arbeitsform ist das Wegfallen von eventuell langen und teuren Fahrten zur Arbeit und von der Arbeit.

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Richtige Standortwahl treffen bei Unternehmensgruendung


Bei der Unternehmensgründung zählt die Wahl des richtigen Standortes zu einer der wichtigsten Entscheidungen, denn ein nachträglicher Standortwechsel ist oft nur mit hohem Aufwand an Zeit und Kosten durchführbar.

Deshalb ist es erforderlich, sich vor der Gründung eines neuen Betriebes darüber genau klar zu werden, welche Faktoren maßgeblich sind, wenn der Unternehmensstandort ausgesucht wird. Dabei ist zu beachten, dass bei der Gründung eines Einzelhandelsgeschäftes mit Modekleidung für Endkunden und Laufkundschaft andere Voraussetzungen an den Standort gestellt werden müssen, als wenn ein Industrieunternehmen gegründet wird, das Lärm und Abgase verursacht oder ein Gartenbaubetrieb, bei dem die Beschaffenheit des Bodens eine Rolle spielt. Deshalb kann nicht allgemeingültig gesagt werden, welche Standortfaktoren bei der Wahl des richtigen Standortes am wichtigsten sind – es kommt immer auf den Einzelfall an und auch auf die Ziele, die mit der Unternehmensgründung verfolgt werden.

Zu den Faktoren, die sich auf die Wahl des Standortes auswirken können, zählen beispielsweise der Grundstückspreis oder der Mietpreis, wobei der Grundstückspreis bei einem Kleinbetrieb mit geringem Platzbedarf weniger ins Gewicht fällt als bei einem Unternehmen aus der Logistikbranche mit entsprechenden Lagerhallen und hohem Platzbedarf. Ein weiterer Faktor kann der Hebesatz bei der Gewerbesteuer sein, der aber für freiberufliche Existenzgründer nicht relevant ist. Außerdem ist zu beachten, dass es in einigen Regionen staatliche Förderung bei der Ansiedlung neuer Betriebe gibt, weil bestimmte Gebiete mangels Wirtschaftskraft staatlich subventioniert werden. Die Lage in der Innenstadt mit Parkplätzen und guter Verkehrsanbindung kann für Unternehmen wichtig sein, die sich mit ihrem Angebot an Endkunden wenden, die das Ladengeschäft besuchen. Auch die Verfügbarkeit von Arbeitskräften mit der benötigten Qualifikation und die Ansässigkeit von Firmen vorgelagerter oder nachgelagerter Wirtschaftsstufen ist bei einigen Unternehmen ab einer bestimmten Größe relevant.

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Medizinisch-therapeutische Berufe mit Zukunft


Medizinisch-therapeutische Berufe sind bei vielen Schulabgängern mit einem Mittleren Bildungsabschluss als Ausbildungsberuf beliebt. Die Gesundheitsbranche bietet ungefähr fünf Millionen Beschäftigten, nicht nur in den medizinisch-therapeutischen Berufen, ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld.

Je nach Interesse und Verfügbarkeit können Schulabgänger in der Regel nach dem Erreichen eines Mittleren Schulabschlusses zum Beispiel eine Ausbildung zum Ergotherapeuten, zum Logopäden oder Physiotherapeuten anstreben. Um auch den richtigen Beruf zu wählen, kann es sinnvoll sein, ein mehrtägiges Praktikum in einem Krankenhaus, einer Reha-Klinik oder bei einem niedergelassenen Therapeuten zu machen. Sicher gibt es auch die Möglichkeit, ausführliche Berufsbeschreibungen nachzulesen. Für einen ersten Überblick ist dies sicher hilfreich, um aus der Vielzahl an medizinischen oder medizinisch-therapeutischen Berufen eine erste Vorauswahl zu treffen. Aber wie denn der Berufsalltag eines Ergotherapeuten, Logopäden oder Physiotherapeuten in der Praxis aussieht, können angehende Auszubildende am besten im Arbeitsalltag und in der beruflichen Praxis in Erfahrung bringen.

Die Voraussetzungen, um eine Ausbildung in dem gewählten Beruf an der Fachschule aufnehmen zu können, variieren. Meistens wird ein Mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt und die gesundheitliche Eignung wird erwartet. Bei der Ausbildung zum Logopäden ist es beispielsweise wichtig, dass die eigene Stimme des Auszubildenden belastbar und gesund sein sollte. Bei angehenden Ergotherapeuten ist eher Kreativität und handwerkliches Geschick gefragt. Verlockend ist, dass diese Berufe nicht nur im Angestelltenverhältnis, sondern auch in der eigenen Praxis ausgeübt werden können.

Alle medizinisch-therapeutischen Berufe weisen die Gemeinsamkeit auf, dass sie mehr menschenbezogen als sachbezogen sind. Wer sich als Schulabgänger also für einen Beruf interessiert, der vor allem mit Menschen zu tun hat, sollte nicht nur typische Berufe wie Erzieher, Medizinische Fachangestellte oder Krankenschwester ins Auge fassen, sondern auch die medizinisch-therapeutischen Berufe berücksichtigen.

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Jobenlargement – Aufgabenerweiterung gegen Langeweile


Ähnlich wie beim Jobenrichment wird beim Jobenlargement mittels einer Aufgabenerweiterung versucht, Langeweile und Motivationslosigkeit am Arbeitsplatz entgegenzuwirken. Dabei handelt es sich jedoch beim Jobenlargement um eine horizontale Aufgabenerweiterung, was bedeutet, dass sich die neuen Aufgaben auf in etwa derselben Verantwortungsebene befinden.

Wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über lange Zeit hinweg immer dieselben Tätigkeiten verrichten, dann kann Monotonie und Mangel an Abwechslung irgendwann zu Langeweile am Arbeitsplatz führen. Dies kann zur Folge haben, dass das Interesse an den Aufgaben nachlässt und dass sich Fehler einschleichen. Damit es nicht zur inneren Kündigung kommt und der Job wieder interessant wird, kann Jobenlargement das Mittel der Wahl sein. Im Rahmen des Jobenlargements kann beispielsweise eine Person, die im Einkauf arbeitet und jeden Tag Bestellungen aufgibt, weitere Aufgaben zugewiesen bekommen. Zu diesen neuen Aufgaben können beispielsweise das Entgegennehmen der bestellten Ware und die Überprüfung der Lieferscheine sein. Dabei handelt es sich um neue Aufgaben, die sich auf derselben Hierarchieebene befinden.

Wichtig beim Jobenlargement ist, dass die davon betroffene Arbeitskraft durch die neuen Aufgaben nicht unter Zeitdruck gerät und bei den ursprünglichen Aufgaben entsprechend entlastet wird. Zu den Vorteilen des Jobenlargements zählt zum einen die Verminderung von Monotonie und Langeweile, was die Arbeitszufriedenheit erhöht. Außerdem kann die soziale Kompetenz gesteigert werden, weil durch die neuen Aufgaben oft auch eine Zusammenarbeit und Absprache mit weiteren Arbeitskräften erfolgt und man untereinander Erfahrungen bei der Aufgabenerledigung austauscht, von denen dann mehrere Personen profitieren. Durch die Übernahme von vorgelagerten und nachgelagerten Aufgaben wird außerdem einer Entfremdung entgegengewirkt, Beschäftigte identifizieren sich eher mit den Ergebnissen ihrer Arbeit, wenn sie nicht nur für einen winzigen Ausschnitt eines Arbeitsablaufes verantwortlich sind. Als nachteilig kann der Schulungsaufwand für die neuen Aufgaben angesehen werden, was sich aber schnell relativiert, denn durch die Schulungen ist mehr Flexibilität beim Personaleinsatz möglich, zum Beispiel wenn jemand krank wird oder Urlaub nimmt.

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Jobenrichment – Arbeitsbereicherung steigert die Motivation


Durch Jobenrichment, wie man die Arbeitsbereicherung durch Aufgabenanreicherung am Arbeitsplatz auch bezeichnet, soll die Motivation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesteigert werden.

Wenn gut ausgebildete und langjährige Fachkräfte über Jahre hinweg dieselben Tätigkeiten verrichten, dann kann mit der Zeit die Motivation nachlassen. Nachlassende Motivation kann sich vielfältig auf den Betrieb auswirken, meistens leider negativ. Die Krankheitstage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer liegen bei unmotivierten Arbeitskräften oftmals über dem Branchendurchschnitt. Das Arbeitstempo nimmt ab und die Fehlerquote steigt an. Und es kann vorkommen, dass sich qualifizierte aber unmotivierte Fachkräfte nach beruflichen Alternativen umsehen und im übelsten Fall zur Konkurrenz abwandern.

Doch soweit muss es nicht kommen. Mit Jobenrichment haben Personalverantwortliche ein wichtiges Instrument zur Hand, um Motivation zu fördern und den negativen Konsequenzen mangelnder Motivation entgegenzuwirken.

Beim Jobenrichment kommen zur eigentlichen Tätigkeit noch weitere Aufgabenbereiche hinzu, die sich auf einer höheren Verantwortungsebene befinden. Beispielsweise tätigt ein Einkäufer routinemäßig die Bestellungen bei vorgegebenen inländischen Lieferanten zu bestehenden Preisen. Im Rahmen des Jobenrichments kann der Einkäufer strategische Entscheidungen treffen und neue Lieferanten auswählen und eigenständig Preise und Lieferkonditionen neu verhandeln. Er kauft auch bei ausländischen Zulieferern ein und benutzt fremdsprachliche Fachvokabeln. Dadurch übernimmt er neue Aufgaben, die in einer höheren Hierarchieebene angesiedelt sind.

Wichtig ist, dass sich die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer aktiv für das Jobenrichment entscheiden und selbst den Wunsch haben, an Maßnahmen zur Arbeitsbereicherung durch Aufgabenanreicherung teilzunehmen. Mögliche Nachteile des Jobenrichments, wie Angst vor Überforderung und die Bewältigung anfallender Weiterbildungen, können bei einer aktiven Entscheidung für Jobenrichment besser bewältigt werden. Deshalb sollte auch niemand zum Jobenrichment gedrängt werden. Die Vorteile des Jobenrichments liegen auf der Hand. Durch interessantere Aufgaben steigen die Motivation das Verantwortungsbewusstsein und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ans Unternehmen gebunden.

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MINT-Berufe


Unter dem Begriff MINT-Berufe werden Berufe zusammengefasst, die den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik zugeordnet werden können.

Der Fachkräftemangel innerhalb dieser Berufe kann für Schulabgängerinnen und für Schulabgänger eine Chance sein, um in einem dieser Berufe unterzukommen und langfristig einen möglichst krisensicheren und einträglichen Arbeitsplatz zu ergattern. Obwohl sich immer noch viele junge Frauen bei der Berufswahl auf einige wenige traditionelle Frauenberufe konzentrieren, zeichnet sich ein Wandel ab. Inzwischen ist es keine Seltenheit mehr, dass auch Frauen Fuß fassen in Branchen wie Maschinenbau, Informationstechnologie oder Medizintechnik.

MINT-Berufe gibt es auf unterschiedlichen Qualifikationsebenen, wie man am Beispiel der Elektronik und Elektrotechnik leicht nachvollziehen kann. Beispielsweise werden grundständige Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten angeboten, in denen Abschlüsse in Elektrotechnik möglich sind mit Bachelor, Diplom oder Master. Ebenso ist ein weiterführendes Studium in diesem Fach möglich, wenn die Zugangsvoraussetzungen gegeben sind und das Interesse an diesem Fach vertieft vorhanden ist oder wenn es sich in einigen Fällen auch um Quereinsteiger handelt. Wer nicht studieren möchte, kann sich auf einen Ausbildungsplatz als Elektroniker/in oder Elektroanlagenmonteur/ in bewerben. Fachkräftemangel wird hier zur Chance für Ausbildungsplatzsuchende, denn immer mehr Firmen begreifen, dass sie dem Mangel an Fachkräften am besten begegnen können, indem sie in den gewünschten Berufen grundständig ausbilden. Dabei muss der Abschluss des Ausbildungsberufes nicht die einzige Qualifikation bleiben, vielmehr ist der Berufsabschluss die Eintrittskarte ins Berufsleben und die Grundlage für weitere berufliche Qualifikationen. Weiterbildungsberufe wie Meister/in oder Techniker/in sind weitere Bausteine in vielen Werdegängen von Absolventinnen oder Absolventen eines MINT-Ausbildungsberufes. Außerdem entscheiden sich einige Hochschulzugangsberechtigte mit erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung für ein anschließendes Studium in einem MINT-Beruf. Dies hat den Vorteil, dass Teile des Unterrichtsstoffes bereits bekannt sind und dass durch die vorangegangene Berufsausbildung etwas Praxiserfahrung vorhanden ist. Zudem bietet die Berufsausbildung eine Chance auf Arbeit im erlernten Beruf während der Semesterferien.

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